HN 3

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Genderkinger Heimatbuch

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Allgemeine Hinweise

Das Wort „Hausnummer" erscheint im Text abgekürzt mit „HN". Ein angegebenes Datum bezieht sich jeweils auf die notarielle Verbriefung, nicht auf den Grundbucheintrag und nicht auf kirchliche Daten. Große Preisdifferenzen beim Ankauf und Verkauf eines Anwesens deuten oft auf den Ausbruch von Grundstücken aus dem Gesamtbesitz hin. Die Markwährung wurde 1876 eingeführt, wobei einem Florentiner Gulden (stets abgekürzt mit „fl.") circa 1,76 Mark entsprach, abgekürzt „M", „GM" („Goldmark") oder „RM" („Reichsmark"). Was die Schreibweise der Namen betrifft, so findet sich vor 1880 kaum eine einheitliche Rechtschreibung. Es gilt: „F" wie „V" (z.B. Foag/Voag), „ei" wie „ai", „m" wie „mm", „ö" wie „ä" oder „e" (z.B. Böck/Bäck/Beck), „ü" wie „i" (z.B. Müller/Miller), „s" wie „ß", „-l" wie „-el", „-r" wie „-er",und ähnliches.

HN 3 (Hauptstr. 3 / Hauptstr. 44 / Hauptstr. 42): "Schuhjoseph"

Im Jahre 1783 kauft Joseph Lachermaier diese Sölde um 351 fl. von Kaspar Kasel. 1834 erwirbt Joseph Liedl den Gesamtbesitz um 1261 fl. 1879 übernimmt ihn der Sohn Friedrich Liedl, der Catharina Deckfinger heiratet. Deren Tochter Helena erhält den Hof 1905 zusammen mit ihrem Mann Georg Böck. 1909/10 werden Stall und Stadel neu gebaut. 1934 übernehmen Sohn Georg Böck jun. und dessen Frau Anna, geb. Sailer. 1953 erhält das Anwesen die Tochter Anna Böck, die 1958 nach Unterglauheim heiratet. Den Besitz verkauft sie an den Schmiedemeister Wilhelm Reitsam und dessen Frau Karolina.