Freiwillige Feuerwehr

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Genderkinger Heimatbuch

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Homepage der Feuerwehr

Die Vorstandschaft:

Neuwahl 12.04.2019: 2Nei der Neuwahl wurden zum ersten Mal in der Geschichte der Feuerwehr Genderkingen zwei stellvertretende Kommandanten gewählt.

Funktion Name Kontakt
1.Vorstand Sebastian Schellenberger
2.Vorstand Alexander Gastl
1.Kommandant Manuel Schweier
2.Kommandant Thomas Kopp
2.Kommandant Werner Stangl
Kassier Mario Opitz
Schriftführer Marc Zimmermann
Beisitzer Thomas Baur
Beisitzer Andreas Glaß

Atemschutzgerätewart: Christian Stangl

Datenschutzbeauftragter: Markus Wager

Veranstaltungen

Jahr Tag Veranstaltung Uhrzeit Ort
2009 5. Dezember Weihnachtsfeier 19.30 Gasthaus Schilke
2011 3. Dezember Weihnachtsfeier entfällt
2012 26. Februar Jahreshauptversammlung 19.30 Gasthaus Schilke
2015 9. Mai Pdf kl.gif Ausflug nach Augsburg 9.00-22.00 Augsburg
2009 ca.

Übungsplan und Festbesuche 2012

Die Vereinsgeschichte

Einen ersten Hinweis zur Brandabwehr in unserem Dorf finden wir im Badbrief von 1593, in dem der Bader verpflichtet wird, bei Bränden seine Kübel und Badeschäffer zur Verfügung zu stellen (siehe Seite 124). Erst 1869 erwarb die Gemeinde eine „mit Pferden fahrbare Spritze" mit 2 Schläuchen von insgesamt 14,59 m Länge, die einen Wasserverbrauch von 128 1 pro Minute erreichen konnte (zum Vergleich: heute ist die Feuerwehr mit ca. 1000 Metern Schlauch ausgerüstet, die Pumpe fördert etwa 1600 Liter Wasser pro Minute). Im Jahre 1875 gründeten 41 aktive und 22 passive Mitglieder die Freiwillige Feuerwehr Genderkingen und ernannten Ludwig Königsdorfer zum ersten Kommandanten. Nach anfänglich reger Beteiligung an den Übungen nahm das Interesse stetig ab, so daß sich der Verein nach 23 Monaten wegen „kleiner Anzahl der Mannschaft" wieder auflöste. Auf Anregung des Bezirksamtes Donauwörth ergriff nun Joseph Gailer (Zollwirt) die Initiative und traf sich am 10. Mai 1877 mit interessierten Bürgern im Schullokal zu Genderkingen. Erneut konnten 51 aktive und 15 passive Mitglieder geworben und der Verein wieder ins Leben gerufen werden. Vorstände aus dieser Zeit sind uns nicht bekannt. Für die Spritze wurde anno 1900 ein Feuerwehrhaus mit einer Länge von 11 m und einer Breite von 4,70 m erbaut, gelegen an der Hauptstraße auf Höhe der Einfahrt in die Bachgasse (Abbildung siehe Seite 242). Es kam schon manchmal vor, daß dieses Gebäude zweckentfremdet als Gefängnis oder ungeweihtes Leichenhaus (für Selbstmörder) benutzt wurde.

Im Juli 1902 konnte die Feuerwehr bereits ihr 25 jähriges Gründungsfest feiern. 1907 wurde die Wehr uniformiert, wobei ein Rock 12 M 20 Pf kostete. Um die Gesamtsumme aufbringen zu können, wurden verschiedene Zuschüsse beantragt sowie eine Eigenbeteiligung von 4 Mark festgelegt. Während der beiden Weltkriege wurden die meisten Feuerwehrmänner zu den Waffen gerufen. Um den Feuerschutz der Gemeinde aufrechtzuerhalten, mußten Jugendliche und Senioren, im Zweiten Weltkrieg sogar Frauen und Mädchen, Dienst leisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag, wie so vieles, auch dieser Verein im Argen. Eine Pflichtfeuerwehr, an der sich alle männlichen Erwachsenen beteiligen mußten, wurde aufgestellt, doch fehlte es an Ausrüstung und gezielter Ausbildung. 1946 konnte aus Wehrmachtsbeständen eine gebrauchte motorisierte Saug- und Druckspritze erworben werden. Im Jahre 1952 wurden neue Uniformen beschafft, die Tragkraftspritze durch eine neuere ersetzt und das Vereinsleben wiederbelebt. Anton Herre jun. übernahm das Amt des Vorstandes und Kommandanten über die nunmehr wieder Freiwillige Feuerwehr, die sich aus etwa 50 jungen Männern zusammensetzte. 1963 wurde von der Gemeinde das erste Feuerwehrauto, ein Tragkraftspritzenfahrzeug samt Ausrüstung, beschafft. Bald begann man, sich Gedanken über ein neues Feuerwehrgerätehaus zu machen. In der Riedstraße wurde ein geeigneter Platz gefunden und pünktlich zur 100jährigen Jubiläumsfeier 1975 konnte das neue, geräumige Feuerwehrhaus in Betrieb genommen werden. So mancher Teilnehmer wird sich noch an den verheerenden Wolkenbruch erinnern, der damals das ganze Festzelt überflutete, so daß die Jubelwehr zusammen mit anderen anwesenden Wehren zum Katastropheneinsatz übergehen und das Wasser aus dem Zelt pumpen mußte. 1980 wurde ein neues, modern ausgestattetes Löschgruppenfahrzeug gekauft, das auch 4 Einsatzgeräte für schweren Atemschutz enthält. Neben den regelmäßigen Übungen und der Teilnahme an den Leistungsprüfungen wird auch die Geselligkeit gepflegt. Jedes Jahr veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr ein Grillfest für die ganze Bevölkerung sowie eine weihnachtliche Feier. Daß die Genderkinger Feuerwehr stets eifrig bei Einsätzen zur Stelle war, erfahren wir aus einer kleinen Anekdote, die dem Ort den Spitznamen „Nebellöscher" einbrachte. Als einst dichter Nebel an der Donau Richtung Schäfstall aufstieg, dachten die Männer an starken Rauch, wie ihn wohl nur ein Feuer „in der Schwaige" verursachen könne. Kurzentschlossen rückten sie aus und löschten dann eben, mangels eines Brandes, den Durst in der Gastwirtschaft „Zum Bayertoni".

Wenn auch in unserer hochtechnisierten Welt mit modernsten Sicherheitsvorkehrungen Brände immer seltener werden, so sind sie doch ebensowenig wie schwere Unfälle oder Katastrophen ausgeschlossen. Deshalb sind nach wie vor Freiwillige aufgerufen, im Schadensfall wirksam zu helfen. Die Inschrift der Vereinsfahne „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" bleibt Verpflichtung auch für die Zukunft. Die Freiwillige Feuerwehr Genderkingen verfügt derzeit (1995) über 54 aktive und 6 passive Mitglieder. Die Ehrenmitgliedschaft wurde verliehen an Franz Aufheimer (t), Johann Gerhard sen., Josef Glaß, Anton Herre, Max Hinterberger, Arno Mitschke, Martin Schröttle, Ma-thias Steger und Anton Winkler.

Die Vorstände

Jahr Name
1907 - 1910 Bernhard Riegel
1910 - 1939 Andreas Stangl (Ehrenvorstand)
1939 - 1948 nicht bekannt
1948 - 1952 Andreas Voag, Bgm.
1952 - 1972 Anton Herre jun.
1972 - 1978 Wilfried Rudolf
1978 - 1983 Max Hinterberger
1983 - 1995 Rudolf Schmidt
1995 - 2007 Werner Stangl
2007 - heute Sebastian Schellenberger

Die Kommandanten

Jahr Name
1875 Ludwig Königsdorfer
1876 - ca.1890 Josef Gailer
ca.1890 - 1907 Josef Rammer
1907 - 1919 Leonhard Fischer
1919 - 1945 Anton Herre sen.
1945 - 1952 Albert Graßer
1952 - 1963 Anton Herre jun.
1963 - 1972 Max Hinterberger
1972 - 1978 Hermann Luderschmid
1978 - 1992 Josef Bairlein
1992 - 1995 Klaus Seeler
1995 - 2013 Andreas Glas
2013- heute Manuel Schweier

Einsätze

In den 120 Jahren ihres Bestehens fehlte es der Freiwilligen Feuerwehr Genderkingen nicht an Möglichkeiten, ihre Schlagkraft bei Bränden, Hochwasser und sonstigen Rettungsaktionen unter Beweis zu stellen. Die Alarmierung erfolgte vor der Einführung von elektrischen Sirenen jeweils mündlich, über Glockengeläute, Trompetenhorn oder Handsirene. Hier geht's zu einer Zusammenstellung der Brandeinsätze (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Ausrüstung

Diese Saug- und Druckspritze mit „8-Mann-Bedienung" wurde um 1904 angeschafft. Die Aufnahme entstand um 1918
Von rechts: Bernhard Seeler, Andreas Stangl (1. Vorstand), Mathias Hafner, Josef Sauer, Anton Fischer, unbek., Andreas Bobinger, Josef Rammer, Peter Schwab, unbek., Eustach Gerhard, Josef Narr, unbek., Josef Bosch, unbek., Ludwig Traber, Peter Rammer, Benedikt Enzler



Ausbildung

Genderkinger Feuerwehrmänner beim Test für das Leistungsabzeichen 1972


Bilder

Wie sich Zeit und Uniform geändert haben, läßt sich an den regelmäßig aufgenommenen Gruppenfotos erkennen. Die Namensangaben zu den Bildern wurden mit Sorgfalt zusammengestellt, sind aber natürlich ohne Gewähr.

15 Jahre Freiwillige Feuerwehr Genderkingen (1892)
Ganz links sitzen und stehen die Männer auf der Feuerwehrspritze. Rechts kann man noch ein großes Rad des zweirädrigen Schlauchwagens erkennen, auf dem 4 bis 5 Schläuche nebeneinander aufgewickelt waren. In der Mitte sitzt der Kommandant Josef Rammer, erkenntlich am Helm mit Federspitze. Rechts neben ihm sitzen der Schriftführer mit dem Buch in der Hand und der Sanitäter. Bei dem Mann daneben könnte es sich um den Gemeindediener handeln, der im Dienst stets einen Stock mit sich trug, um sich vor den Hunden zu schützen. Links neben dem Kommandanten sitzt der Adjutant, der das kleine Alarmhorn in der Hand hält. Auch der Trompeter daneben mußte Alarm blasen. Die Gruppenführer erkennt man an den dunklen Buschen auf der Helmspitze. Der mittlere Mann in der oberen Reihe hat den „Humpen" umgehängt, ein Trinkgefäß in der Form eines Kuhhorns, das 2 -3 Liter Bier faßte
Auf diesem Bild ist die komplette Ausstattung der damaligen Feuerwehr, inclusive Leitern, dargestellt
Sitzend als dritter von links ist Bürgermeister Andreas Lehner zu erkennen
1902 feierte die Freiwillige Feuerwehr Genderkingen ihr 25jähriges Bestehen in der festlich geschmückten „Bierbrauerei u. Gasthaus v. K. Zinsmeister". Im 2. Fenster von links ist der junge Karl Zinsmeister zu erkennen. Die Fassade ist geziert mit Großbildern: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" und „Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt bewacht!"
Folgende Feuerwehrleute konnten noch erkannt werden (ohne Gewähr):
1. Reihe (liegend) v.l.: Josef Luderschmid (3.), Johann Ziegelmair (5.), Bernhard Seeler (6.), Johann Rehm (7.), Georg Haller (8.).
2. Reihe: Lorenz Heigel, Xaver Miller, unbek., Franz Lohmiller, Bürgermeister Johann Wanner, Josef Saur, unbek., Andreas Voag, Bestie, unbek., Kommandant Josef Rammer, unbek., Andreas Haller, unbek., unbek., unbek., unbek., Leonhard Gerhard, Georg Kraus.
3. Reihe: Johann Wanner (1.), Mathias Hafner (7.), Kreszenz Benzinger (9.), Zinsmeister (10.), Xaver Fischer (12.), Helene Wanner (13.), Zinsmeister (14.), Mathias Riegel (15.).
4. Reihe: Willibald Ziegelmaier (1.), Jakob Wanner (2.), Walburga Rammer (7.), Josef Ernst (8.), Anton Förg (9.), Anton Aufheimer (10.), Kunigunde Wagner (11.), Andreas Meitinger (13.), Franz X. Herre (14.), Xaver Glaß (15.).
5. Reihe: Andreas Gerhard (4.), Andreas Stangl (5.), Georg Lohmiller (6.), Michael Böck, (7.), Georg Böck (8.). Im 2. Fenster von rechts: Georg Knöferle (mit Hut) und Postbote Greif.
„Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt bewacht!” — 25 Jahre Feuerwehr Genderkingen (1902)
Sitzend v.l.: Helene Wanner (verh. Narr), Walburga Rammer (verh. Stöpperger), Kommandant Josef Rammer, Therese Zinsmeister, Kunigunde Wagner
Stehend: Joseph Ernst, Kreszenz Benzinger (verh. Förg), Michael Böck, Kreszenz Zinsmeister, Anton Aufheimer
50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Genderkingen (1927)
1.Reihe (unten) v.l.: Josef Hänsel, Anton Östreicher, Bernhard Stangl, Andreas Voag, Michael Glaß, Michael Böck II., Georg Böck jun., Johann Schilke, Andreas Seeler
2.R.: Josef Luderschmid, Josef Rammer, Josef Strobl, Johann Wanner, Anton Herre (Kommandant), Lehrer Bengeser, Pfarrer Fischer, Bürgermeister J. Wanner, Andreas Stangl (Vorstand), Anton Fischer, Albert Graßer, Anton Ruiser, Josef Furtmeier
3. R.: Michael Böck I., Mathias Hafner, Franz Lohmiller, Katharina Klingenbeck, Hedwig Luderschmid, Josefa Stangl, Theresia Lohmiller, Albert Lehner, Johann Graßer, Ludwig Wagner, Theodosia Hurler, Agnes Jäger, Theresia Konold, Alma Jäger, Andreas Haller, Johann Rehm, Michael Furtmeier, Stanislaus Bergmeier, Alois Jäger
4.R.: Josef Schweier, Josef Traber, Bernhard Seeler, Josef Koller, Georg Steiner, Georg Böck sen., Xaver Glaß, Xaver Furtmeier, Xaver Strobl, Mathias Brunnhuber, Mathias Harsch, Mathias Augustin, Mathias Riegel, Leonhard Fischer, Johann Lohmiller, Michael Nagl, Leonhard Gerhard
5.R.: Josef Narr, Josef Ernst, Georg Seiler, Lorenz Haller, Andreas Bobinger, Anton Saur, Johann Förg, Peter Narr, Andreas Gerhard, Michael Liedl, Peter Schwab, Max Hartung, Georg Lohmiller, Andreas Augustin
6.R.: Anton Aufheimer, Ludwig Traber, Xaver Miller, Josef Bosch, Josef Hänsel, Georg Lohmiller, Xaver Meyer, Johann Meier, Franz Strobl, Andreas Rozer, Anton Förg, Josef Hinterberger
7.R.: Friedrich Konold, Martin Schröttle, Xaver Heckl, Josef Sauter, Emil Förg, Leonhard Seeler, Josef Kraus, Josef Zeller, Anton Baumann, Schmid Bernhard, Mathias Steger, Peter Böck
< Die Freiwillige Feuerwehr Genderkingen 1961
1.Reihe (unten) v.l.: Hermann Furtmeier, Sebastian Keller, Max Hinterberger, Arno Mitschke, Anton Herre (Kommandant und Vorstand), Franz Aufheimer, Alois Meier, Johann Gerhard, Antön Kraus, Ludwig Schiffelholz
2.R.: Peter Narr, Xaver Meier, Ludwig Wagner, Dominikus Pfaffenzeller, Erich Aufheimer, Erwin Fischer
3.R.: Martin Schröttle, Josef Bosch, Ludwig Saur, Josef Glaß, Andreas Voag, Mathias Augustin, Mathias Steger, Heinrich Stöpperger, Franz Roßmann
4.R.: Josef Koller, Anton Winkler, Josef Seeler, Bernhard Schmid, Bernhard Stangl, Franz Graßer, Josef Gastl<nr>5.R.: Alfred Seeler, Andreas Liedl, Josef Bairlein, Hermann Luderschmid, Otto Stangl, Mathias Wenninger, Franz Seiler. Auf dem Bild fehlt Alfred Schäf
Die Freiwillige Feuerwehr Genderkingen 1988
1.Reihe (unten) v.l.: Fritz Aufheimer, Sigmund Straßer, Karl Harsch, Kurt Klebl, Josef Glaß, Rudolf Schmidt (1. Vorstand), Josef Bairlein (Kommandant), Günther Stangl, Franz Herre, Michael Böck, Stefan Weigl, Max Hinterberger, Franz Seiler
2.R.: Bernhard Stangl sen., Johannes Riegel, Christoph Gastl, Leonhard Schwab, Wilfried Rudolf, Anton Winkler, Erwin Bauer, Werner Geillinger, Andreas Glaß, Erwin Fischer, Michael Mittl, Paul Mayr, Adolf Bleimayr
3.R.: Werner Furtmeier, Helmut Höck, Franz Narr, Josef Eubel, Hermann Luderschmid, Josef Seeler, Jürgen Stangl, Werner Stangl, Thomas Florian, Klaus Seeler, Bernhard Seeler, Anton Kraus, Josef Böck
4.R.: Bernhard Stangl jun., Peter Kraus, Roland Weizenbeck, Josef Wagner, Roland Stangl, Paul Roßmann, Martin Schiffelholz, Anton Mitschke, Johann Strobl