Flugplatz

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Genderkinger Heimatbuch
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Westlich an das Dorf schließt sich der Flugplatz Donauwörth - Genderkingen an, der für den nordschwäbischen Raum große Verkehrsbedeutung hat. Ursprünglich als Sportflugplatz gegründet, wird er zunehmend auch für den privaten Geschäftsflugverkehr genutzt.

Die Gründung des Flugplatzes ist fünf Idealisten (Franz Klopfer, Hans Dengler, Wolfram Proeller, Dagomar Sinngrün und Frau Trudl Klopfer) zu verdanken, die im Sommer 1966 die Initiative ergriffen hatten und sich zusammen mit Karl Köckeis auf die schwierige Suche nach einem geeigneten Gelände machten, das schließlich in der Flur Genderkingen / Hamlar gefunden wurde und nach etlichen Verhandlungen auch gepachtet werden konnte.

Mit Unterstützung anderer Fluginteressierter wurde in Eigenleistung ein Flugzeugschuppen aus Barackenteilen errichtet. Die erste Maschine wurde im Januar 1967 eingekauft, und zwar handelte es sich hier um den „Bruch" einer „Gardan Horizon", die in der Werkstätte von Franz Klopfer wieder zusammengebaut wurde. Am 10. Mai 1967 wurde die „Motorfluggruppe SIAT WMD Donauwörth" (später „MBB-Motorflugsportgruppe") ins Leben gerufen. Nachdem der Holzbaracken-Hangar einem Sturm zum Opfer gefallen war, machten sich die damals noch wenigen Mitglieder daran, eine feste Halle zu errichten, die im September 1969 bezugsfertig wurde. Der überraschend große Ansturm von Passagieren ermunterte die Fliegerkameraden in ihrem Großprojekt, so dass bald darauf auch ein moderner Tower sowie ein Gebäude mit Restaurant und Schulungsräumen errichtet werden konnte. Die Bauwerke am Flugplatz wurden fast gänzlich in Eigenleistung und Teamgeist erstellt.

Nach dem Einkauf von weiteren drei Flugzeugen konnte schließlich im Juli 1971 der Flugplatz offiziell eingeweiht werden, wobei vier Maschinen von den jeweiligen Bürgermeistern als Paten auf die Namen „Donauwörth", „Bäumenheim", „Genderkingen" und "Hamlar" getauft wurden. Ein umfangreiches Rahmenprogramm bot dabei circa 2000 Zuschauern interessante Flugvorführungen. Mit der Einweihung war nunmehr der Grundstein für die rasante Entwicklung des Flugplatzes gelegt. Die anfänglich 650 m lange Grasstartbahn wurde auf ca. 800 m verlängert, wovon 1981 530m überteert wurden. Heute umfaßt die Motorflugsportgruppe Donauwörth-Genderkingen e.V. 200 Mitglieder (inclusive Fallschirmspringer). Jährlich finden ca. 8000 Flugbewegungen (Tendenz steigend) auf dem Flugplatz Genderkingen statt. 22 Flugzeuge sind in zwei Rundhallen fest stationiert und werden von einem Reparatur- und Wartungsservice (Aero-Service Gerstmeier) betreut. Interessierten Anfängern steht eine moderne Flugschule (Sporer) zur Verfügung.

Der Genderkinger Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz

Veranstaltungen

Jahr Tag Veranstaltung Uhrzeit Ort
2015 27. September Flugplatzfest 10.00

Rudolf-Grenzebach-Flugplatz

Donauwörther Zeitung 02.08.2021